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Häufige Fragen

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Wichtig: Alle Angaben sind allgemeine Orientierung und keine Rechts- oder Steuerberatung. Für deinen Einzelfall frag bitte eine Fachberatung.

Die drei häufigsten Fragen — in 16 Sekunden.

Grundlagen

Was ist Stromnachbar?

Was ist Stromnachbar?
Stromnachbar ist eine Plattform für privates Wallbox-Sharing. Wenn du keine eigene Wallbox hast, lädst du per Einladungslink bei jemandem in der Nähe — beim Nachbarn, im Hof, in der Tiefgarage. Hast du eine, teilst du sie mit Menschen, die du kennst. Wer wann lädt, regeln Belegungskalender, Sperrzeiten und Frei-Wecker. Wie viel geladen wurde, sehen beide Seiten so, wie der Zähler es anzeigt.
Kann ich laden, ohne eine eigene Wallbox zu haben?
Ja — genau dafür ist Stromnachbar da. Du brauchst jemanden in deiner Nähe, der eine Wallbox hat und dich einlädt: Nachbarn, Familie, jemand aus der Hausgemeinschaft. Der Einladungslink genügt, kein App-Download, keine Ladekarte, und für dich als Gast kostet Stromnachbar nichts. Wie du danach fragst, ohne dass es unangenehm wird, steht auf Nachbarn fragen — dort gibt es fertige Nachrichten zum Kopieren.
Was ist der Unterschied zwischen Host und Gast?
Ein Host stellt seine Wallbox bereit und entscheidet, wer laden darf. Ein Gast nutzt die Wallbox zum Laden seines E-Autos. Jedes Konto kann beides gleichzeitig sein – hast du eine eigene Wallbox, kannst du jederzeit Host werden.
Welche Wallbox brauche ich?
Das hängt davon ab, was du vorhast – nicht von der Marke. Kompatibel ist jede Wallbox mit OCPP 1.6J oder go-e-Cloud, und bei jeder davon zeigt Stromnachbar an, wie viele Kilowattstunden geladen wurden. Kostenlos teilen geht ebenfalls mit jeder — dort bestimmt kein Messwert einen Preis. Soll Stromnachbar aus den Kilowattstunden einen Betrag bilden und abrechnen, braucht die Wallbox eine eichrechtskonforme Messeinrichtung. Die Übersicht mit allen Stufen: Welche Wallbox brauche ich?
Brauche ich eine App?
Nein. Stromnachbar läuft komplett im Browser. Du kannst die Seite aber als App auf deinem Homescreen speichern.
Ist Stromnachbar kostenlos?
Der Tarif Teilen ist dauerhaft kostenlos: eine Wallbox, bis zu 5 aktive Einladungen, Live-Messung und die Ladehistorie je Gast. Mehr Funktionen gibt es mit Planen (39 €/Jahr), Abrechnen (59 €/Jahr), Haus (ab 240 €/Jahr je Objekt) und Unternehmen (ab 240 €/Jahr je Standort) – buchbar auf der Preisseite. Auf die Stromkosten nehmen wir in keinem Plan Provision.
Wie sicher sind meine Daten?
Gespeichert werden Name, E-Mail und Ladedaten (kWh, Dauer, Kosten). Die Daten dienen ausschließlich der Anzeige und Abrechnung deiner Ladevorgänge und werden nicht an Dritte weitergegeben. Passwörter werden verschlüsselt gespeichert. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Was passiert mit meinen Kostendaten?
Verbrauch, Dauer und Kosten eines Ladevorgangs werden ausschließlich für die Anzeige in deinem Dashboard und in der Abrechnung verwendet. Keine Weitergabe an Dritte, keine Werbezwecke.

Einrichten & Technik

Wallbox verbinden, OCPP, Kompatibilität

Wie richte ich meine Wallbox ein?
Im Dashboard auf „Wallbox hinzufügen" klicken, Name und Typ eintragen. Ein Preisfeld gibt es nur, wenn die Wallbox eichrechtskonform misst — sonst zeigt Stromnachbar allein die geladenen Kilowattstunden. Danach die Wallbox per OCPP verbinden: CP-ID und WebSocket-URL in der Konfiguration der Wallbox eintragen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für verschiedene Hersteller findest du unter Wallbox-Einrichtung.
Was bedeutet OCPP?
OCPP (Open Charge Point Protocol) ist ein offener Standard für die Kommunikation zwischen Wallbox und Backend. Stromnachbar nutzt OCPP 1.6J. Die meisten modernen Wallboxen unterstützen OCPP.
Welche Wallboxen sind kompatibel?
Stromnachbar funktioniert mit allen Wallboxen, die OCPP 1.6J unterstützen. Dazu zählen unter anderem go-e, Easee, OpenWB, ABB Terra, Webasto Unite, KEBA KeContact, Wallbox Pulsar und viele weitere.
Meine Wallbox ist von go-e – brauche ich OCPP?
Nein, nicht zwingend. go-e-Wallboxen verbindest du wahlweise direkt über die go-e-Cloud (der API-Schlüssel aus der go-e-App genügt) oder klassisch per OCPP. Alle anderen Hersteller laufen über OCPP 1.6J.
Kann ich meine Wallbox noch über die Hersteller-App steuern?
Eine Wallbox kann immer nur mit einem Backend gleichzeitig verbunden sein. Wenn sie mit Stromnachbar verbunden ist, läuft die Steuerung vollständig über Stromnachbar – inklusive Start und Stopp.
Meine Wallbox verbindet sich nicht – was tun?
Prüfe, ob die OCPP-URL korrekt eingetragen ist und deine Wallbox OCPP 1.6J unterstützt. Eine Internetverbindung (WLAN oder LAN) ist nötig. Wenn es weiterhin nicht klappt, schreib uns.
Was ist die CP-ID?
Die CP-ID (Charge Point ID) ist eine eindeutige Kennung für deine Wallbox bei Stromnachbar. Sie wird beim Anlegen automatisch erzeugt und muss in der OCPP-Konfiguration der Wallbox eingetragen werden.
Wie registriere ich mich als Host?
Auf Registrieren Name, E-Mail und Passwort eingeben. Nach der E-Mail-Verifizierung kannst du dich einloggen und im Dashboard deine erste Wallbox anlegen.

Laden als Gast

Einladung, Laden, Bezahlen

Wie komme ich an eine Einladung?

Dein Host schickt dir einen persönlichen Einladungslink – per WhatsApp, E-Mail oder Nachricht. Über den Link registrierst du dich (Name und Passwort) und kannst sofort laden.

Kein App-Download, kein QR-Code, keine Karte. Der Browser reicht.

Mein Gast ist nicht so technik-affin – geht das trotzdem?

Ja. Für deinen Gast reicht: Link antippen, Name und Passwort einmal setzen, fertig. Kein App-Download, kein QR-Code, keine RFID-Karte. Geladen wird im Browser mit einem Knopf.

Wir haben die Gast-Seite bewusst ohne Schnörkel gebaut, weil wir davon ausgehen, dass beim ersten Mal jemand daneben steht.

Was, wenn der Einladungslink aus Versehen weitergeleitet wird?

Jeder Einladungslink gehört zu genau einem Gast und wird beim ersten Einlösen an dessen Konto gebunden. Wer den Link danach weitergeleitet bekommt, kann sich nicht mehr damit registrieren.

Falls beim Versand eine falsche Person reingerät: Link im Dashboard widerrufen, neuen erstellen, fertig.

Wie starte ich einen Ladevorgang?
Nach dem Login im Dashboard auf „Laden" klicken, Wallbox auswählen und starten. Die Wallbox wird automatisch per OCPP freigeschaltet.
Was kostet das Laden?
Das kommt auf die Wallbox an. Misst sie eichrechtskonform, legt der Host einen Preis pro kWh fest, der dir vor dem Ladevorgang angezeigt wird; abgerechnet wird dann nach tatsächlichem Verbrauch – du zahlst nur, was du lädst. Bei allen anderen Wallboxen bildet Stromnachbar keinen Betrag; du siehst dort, wie viele Kilowattstunden du geladen hast. Manche Hosts teilen ihre Wallbox ohnehin kostenlos, dann steht statt eines Preises der Hinweis darauf.
Sehe ich während des Ladens, was es kostet?
Du siehst in Echtzeit, wie viele Kilowattstunden schon geflossen sind — im Dashboard und im Lademonitor. Einen laufenden Betrag zeigt Stromnachbar nur bei eichrechtskonform messenden Wallboxen; bei allen anderen bleibt es bei der Energiemenge.
Wie bezahle ich?
Direkt an deinen Host – Stromnachbar wickelt keine Zahlungen ab. Rechnet die Wallbox deines Hosts eichrechtskonform, bekommst du am 1. des Monats eine Abrechnung mit allen Ladungen und meldest deine Zahlung dort mit einem Klick; hat dein Host IBAN oder PayPal hinterlegt (Anzeige nur mit seiner Zustimmung), findest du beides auf der Zahlseite. Bei allen anderen Wallboxen bildet Stromnachbar keine Beträge und verschickt keine Zahlungserinnerungen — dort siehst du deine Ladehistorie in Kilowattstunden.
Kann ich auch selbst Host werden?
Ja, jederzeit. Im Dashboard kannst du eine eigene Wallbox eintragen und Gäste einladen. Jedes Konto kann gleichzeitig Host und Gast sein.

Wer wann lädt

Belegungskalender, Frei-Wecker, Sperrzeiten

Was, wenn die Wallbox gerade besetzt ist?
Dann siehst du das, bevor du losfährst. Im Belegungskalender steht, wer wann lädt; ist gerade jemand dran, stellst du mit einem Klick den Frei-Wecker und bekommst eine Mail, sobald die Box frei ist. Niemand muss beim Nachbarn klingeln oder in der Hausgruppe nachfragen.
Wie funktioniert der Belegungskalender?
Alle, die an einer Box laden, sehen dieselbe Woche und tragen ihr Zeitfenster ein. Das ist eine Absprache, keine Schranke: Die Reservierung sperrt die Wallbox nicht technisch, sie zeigt allen, woran sie sind — der Host kann jederzeit stornieren. Der Kalender ist an jeder geteilten Wallbox von Anfang an da, der Host kann ihn abschalten; bis zwei Parteien ist er im kostenlosen Tarif Teilen enthalten, ab drei Parteien gehört er zu Planen. So sieht er aus.
Was ist der Frei-Wecker?
Eine Benachrichtigung für den Moment, in dem die Wallbox frei wird. Du stellst ihn, während jemand anderes lädt, und bekommst automatisch eine Mail, sobald der Ladevorgang endet. Den Live-Status kennt nur die Box selbst — keine Nachricht an den Nachbarn kann das leisten. Der Frei-Wecker ist in jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen. Mehr dazu.
Kann ich den Zugang zur Wallbox einschränken?
Ja. Über Sperrzeiten legst du fest, wann Gäste nicht laden dürfen (z. B. werktags 06–08 Uhr). Einzelne Freigaben kannst du jederzeit per Klick im Dashboard beenden.
Können mehrere Parteien sich eine Wallbox teilen?
Ja, und das ist der häufigste Fall im Mehrfamilienhaus: ein Ladepunkt, mehrere Haushalte, die sich abwechseln. Dafür brauchst du keinen zweiten Ladepunkt und keinen Haus-Tarif — der Belegungskalender regelt die Reihenfolge, die Ladehistorie hält je Person fest, wie viel geladen wurde. Erst ab dem zweiten Ladepunkt an einer Adresse wird daraus ein Objekt und damit der Haus-Tarif.

Abrechnung & Preise

Preis festlegen, abrechnen, Tarife

Was kann ich pro kWh verlangen?
Einen Preis hinterlegst du, wenn Stromnachbar für dich abrechnen soll — das setzt eine eichrechtskonform messende Wallbox voraus. Ohne sie gibt es kein Preisfeld und keinen Betrag. Die Höhe legst du selbst fest; als Orientierung: Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland liegt bei ca. 30–40 Cent pro kWh. Welche Abrechnungsvariante für dich passt, hängt von deiner Situation ab – siehe Welche Wallbox brauche ich?
Kann ich meine Wallbox auch komplett kostenlos teilen?
Ja – stell den Preismodus einfach auf „Kostenlos". Dann steuert Stromnachbar nur den Zugang (Einladungen, Sperrzeiten, Ladeverlauf), es entsteht keine Abrechnung, und dein Gast sieht „Kostenlos" statt eines Preises. Das eignet sich für Familie, gute Freunde oder als Mitarbeiter-Benefit – und stellt keinerlei Anforderungen an den Zähler deiner Wallbox.
Wie funktioniert die Abrechnung?
Das entscheidet die Wallbox. Misst sie eichrechtskonform, erfasst Stromnachbar jede Ladung mit Kilowattstunden und Betrag und erstellt am 1. des Monats für jeden Gast eine Abrechnung mit Beleg; der Gast meldet seine Zahlung, der Host bestätigt den Eingang. Die Zahlung läuft dabei immer direkt zwischen den beiden, ohne Umweg über die Plattform. Bei allen anderen Wallboxen erfasst Stromnachbar nur die Kilowattstunden: keine Beträge, keine Rechnung, keine Erinnerungen. Der Host hakt eine Ladung als erledigt ab, wenn sie für ihn erledigt ist.
Wie lade ich Gäste ein?
Im Dashboard auf „Einladen" klicken, Wallbox und Gastname wählen. Du erhältst einen persönlichen Einladungslink (per WhatsApp, E-Mail oder als Kopie teilbar), der beim ersten Einlösen an genau diesen Gast gebunden wird. Für wiederkehrende Freigaben ohne Einzel-Einladung gibt es zusätzlich deinen festen Dauerlink.
Wie werfe ich jemanden wieder raus?

Im Dashboard kannst du jeder Person den Zugang mit einem Klick entziehen. Der Einladungslink wird ungültig, laufende Freigaben enden sofort. Bereits erfasste Ladungen bleiben sichtbar.

Feiner geht's auch: Mit Sperrzeiten (z. B. werktags 06–08 Uhr) legst du fest, wann generell nicht geladen werden kann. Einzelne Einladungen kannst du deaktivieren, ohne weitere Einladungen an andere zu beenden.

Bekommen Gäste einen Ladebeleg?
Ja. Nach jedem Ladevorgang sieht der Gast, wie viel geladen wurde, und kann sich den Beleg zur Ladung anzeigen lassen. Bei eichrechtskonformen Wallboxen steht darauf zusätzlich der Betrag – mit Anfangs- und Endzählerstand, Preis pro kWh und ausgeschriebenem Rechenweg; bei allen anderen bleibt es bei der Energiemenge mit dem Hinweis, welcher Zähler sie gemessen hat. Der PDF- und CSV-Export der gesamten Historie – inklusive Report je Person – gehört zum Tarif Abrechnen.
Kann ich meinen Solarstrom abrechnen?

Für Stromnachbar macht die Herkunft keinen Unterschied – Netz oder Dach, gemessen wird dasselbe. Ob daraus ein Betrag wird, entscheidet die Wallbox: Misst sie eichrechtskonform, legst du den Preis pro kWh selbst fest.

Wie du ihn ansetzt (deine eigenen Gestehungskosten plus Anteil, ein fairer Netzpreis oder individuelle Absprache), ist deine Entscheidung.

Was bieten Planen, Abrechnen, Haus und Unternehmen?
Planen (39 €/Jahr) schaltet drei Funktionen frei: Sonnenfenster, Preisschutz und den Belegungskalender ab drei Parteien – für jede Wallbox. Abrechnen (59 €/Jahr) bringt den Beleg je Person als PDF und CSV, unbegrenzte Einladungen und den Aufschlags-Modus; Planen ist enthalten. Haus (240 €/Jahr je Objekt, jeder weitere Ladepunkt 60 €) fasst mehrere Ladepunkte an einer Adresse zu einem Objekt zusammen und rechnet je Partei ab; Unternehmen (240 €/Jahr je Standort, jeder weitere Ladepunkt 60 €) ist das Gegenstück für den Betrieb. Alle Tarife werden jährlich abgerechnet. Abrechnen, Haus und Unternehmen setzen eine Wallbox voraus, die eichrechtskonform misst: Ohne sie bildet Stromnachbar keine Beträge, und die drei Tarife lassen sich nicht buchen. Alle sind auf der Preisseite buchbar – Zahlung per Rechnung, Freischaltung nach Zahlungseingang.
Wie buche und bezahle ich einen bezahlten Tarif?
Auf der Preisseite wählst du Plan und Laufzeit und bestellst mit Rechnungsadresse; für Abrechnen, Haus und Unternehmen muss dabei zu deiner E-Mail-Adresse eine Wallbox eingetragen sein, die eichrechtskonform misst — alle bezahlten Tarife werden ausschließlich jährlich abgerechnet. Du bekommst eine Bestellbestätigung und zahlst per Rechnung – nach Zahlungseingang schalten wir dein Konto frei. Als Einzelunternehmen nach § 19 UStG berechnen wir keine Umsatzsteuer.
Was ist der Preisschutz?
Der Preisschutz pausiert Ladestarts deiner Gäste automatisch in den teuersten Börsenstunden des Tages – du wählst, ob die teuersten 2, 4 oder 6 Stunden ausgenommen werden. Deine eigenen Ladungen sind nie betroffen, und du kannst die Pause jederzeit aufheben. Der Preisschutz gehört zu Planen und ist in Abrechnen, Haus und Unternehmen enthalten; im kostenlosen Tarif Teilen kannst du ihn 14 Tage testen. Mehr dazu: Börsenstromtarif.
Was ist das Sonnenfenster?
Mit dem Sonnenfenster gilt in sonnenreichen Stunden ein günstigerer kWh-Preis, den du selbst festlegst – zum Beispiel, wenn deine PV-Anlage liefert. Wirksam wird er dort, wo Stromnachbar abrechnet, also bei eichrechtskonform messenden Wallboxen. Das Sonnenfenster gehört zu Planen und ist in Abrechnen, Haus und Unternehmen enthalten; im kostenlosen Tarif Teilen kannst du es 14 Tage testen.

Rechtliches & Steuern

Gewerbe, Aufschlag, Messung, Eichrecht

Wann gilt mein Teilen noch als privat?

Diese Einordnung nimmt Stromnachbar bewusst nicht für dich vor – sie hängt von deiner Gesamtsituation ab: Häufigkeit, Umfang, Außendarstellung, Einnahmen, Gewinnabsicht.

Zur groben Orientierung: sporadisches Teilen unter Nachbarn, Freunden oder Bekannten ordnen Steuerberatungen in der Regel im privaten Rahmen ein. Wer systematisch viele Gäste bewirbt oder dauerhaft gegen Aufpreis anbietet, bewegt sich eher Richtung Gewerbe.

Darf ich einen Aufschlag auf den Strompreis nehmen?

Ein Aufschlag setzt zwei Dinge voraus: den Tarif Abrechnen und eine Wallbox mit eichrechtskonformer Messeinrichtung. Nur dort bildet Stromnachbar überhaupt Beträge — und nur dann kann dein Gast den Preis nachprüfen, den er zahlt.

Kostenlos teilen geht dagegen immer – ganz ohne Zähler-Anforderungen, weil dort kein Messwert einen Preis bestimmt. Welcher Weg zu welcher Wallbox passt, zeigt Welche Wallbox brauche ich?

Brauche ich ein Gewerbe?

Das hängt von deiner Gesamtsituation ab: Häufigkeit, Umfang, Außendarstellung, Einnahmen. Bei sporadischem Teilen unter Nachbarn und Bekannten ist nach gängiger Praxis meist kein Gewerbe erforderlich. Bei regelmäßigem, beworbenem oder nennenswert einträglichem Betrieb wird es schnell anders – in einer WEG (Eigentümergemeinschaft) gelten zusätzliche Besonderheiten.

Wann brauche ich eine eichrechtskonforme Wallbox?

Immer dann, wenn aus Kilowattstunden ein Geldbetrag werden soll.

Anzeigen, was gemessen wurde, tut Stromnachbar bei jeder Wallbox: „Klaus hat 23,4 kWh geladen" — und direkt an der Zahl steht, welcher Zähler sie gemessen hat. Das gilt unabhängig von Hersteller, Zählertyp und Tarif.

Einen Betrag bildet die Plattform nur dort, wo die Ladeeinrichtung eichrechtskonform misst. Dann rechnet sie automatisch ab und erstellt einen Beleg mit Anfangs- und Endzählerstand, Zeitraum, Preis pro kWh und ausgeschriebenem Rechenweg — dein Gast kann jede Zahl nachrechnen.

Der Grund ist die Nachprüfbarkeit: Ein Betrag ist nur so belastbar wie die Messkette dahinter. „Eichrechtskonform" heißt, dass die Ladeeinrichtung als Ganzes geprüft ist — Baumusterprüfung durch die PTB plus Transparenzsoftware, mit der sich ein Messwert im Nachhinein überprüfen lässt. Ein MID-Zähler allein genügt dafür nicht: Er ist ein geprüftes Messgerät, aber keine geprüfte Messkette.

Fehlt diese Voraussetzung, bildet Stromnachbar bewusst nichts — kein Preisfeld, keine Rechnung, keine Zahlungserinnerung. Host und Gast sehen dieselbe Kilowattstundenzahl, und der Host hakt eine Ladung ab, wenn sie für ihn erledigt ist.

Eine Variante kommt ganz ohne Anforderungen aus: Wer seine Wallbox kostenlos teilt, kann jede Box verwenden — dort bestimmt kein Messwert einen Preis.

Ist Stromnachbar eichrechtskonform?

Stromnachbar erfasst Ladevorgänge per OCPP 1.6J und ist selbst keine Messeinrichtung — eichrechtskonform ist immer die Ladeeinrichtung, nie die Software. Genau deshalb bildet Stromnachbar nur dort Beträge, wo die Wallbox eichrechtskonform misst; bei allen anderen zeigt sie ausschließlich die geladene Energiemenge. Ob dein Fall eine solche Wallbox braucht – zum Beispiel für Dienstwagen-Abrechnung, halböffentlichen Betrieb oder Erstattung durch einen Arbeitgeber – hängt vom Anwendungsfall ab.

Ersetzt die Bestätigung meines Gastes eine eichrechtskonforme Messung?
Nein. Die Bestätigung ist freiwillig: Sie dokumentiert, dass dein Gast den angezeigten Wert zur Kenntnis genommen hat, und dient beiden Seiten als Nachweis — eine rechtliche Bindung entsteht daraus nicht, und spätere Einwände sind weiter möglich. Ob Stromnachbar abrechnen darf, entscheidet allein die Messeinrichtung der Wallbox. Details: Welche Wallbox brauche ich?
Kann ich als Gast der Messung vertrauen?
Du siehst die geladenen Kilowattstunden genau so, wie sie vom Zähler der Wallbox abgelesen wurden — mit der Angabe direkt an der Zahl, ob dieser Zähler konformitätsbewertet ist oder nicht. Bei eichrechtskonformen Wallboxen steht der Betrag mit Zählerständen und Rechenweg daneben, sodass du ihn nachrechnen kannst. Kommt dir etwas falsch vor, bestätige nicht und melde dich bei uns — ein Einwand ist jederzeit formlos möglich.
Warum steht auf meinem Beleg „interner Zähler, nicht konformitätsbewertet"?
Diesen Hinweis zeigen wir überall dort, wo die Wallbox ihren Verbrauch mit dem eingebauten Zähler misst und dieser nicht konformitätsbewertet ist. Er steht bewusst direkt an der Zahl und nicht im Kleingedruckten: Der Wert ist zum Mitlesen gedacht, nicht als Abrechnungsgrundlage im geschäftlichen Verkehr. Deshalb bildet Stromnachbar daraus auch keinen Betrag.
Kann ich die Daten für Steuererklärungen nutzen?

Die exportierten Daten enthalten Datum, Uhrzeit, kWh und Nutzer — Beträge nur dort, wo die Wallbox eichrechtskonform misst. Damit hast du eine vollständige Dokumentation der geladenen Mengen.

Besondere Fälle

WEG, Ferienwohnung, Betrieb, Verein

Wie funktioniert die Abrechnung in einer WEG?
Jeder Bewohner hat ein eigenes Konto und Profil. Alle Ladevorgänge werden automatisch erfasst und dem richtigen Nutzer zugeordnet; die Hausverwaltung kann diese Daten als CSV oder PDF exportieren (Tarif Abrechnen). Beträge und eine automatische Abrechnung je Partei entstehen dort, wo die Ladepunkte eichrechtskonform messen.
Kann ich mehrere Wallboxen verwalten?
In Teilen, Planen und Abrechnen verwaltest du eine Wallbox. Mehrere Ladepunkte – etwa mehrere Stellplätze an einer Adresse – sind der Haus-Tarif: Dort fasst du sie zu einem Objekt zusammen und rechnest je Partei ab.
Wie gebe ich Gästen in einer Ferienwohnung Zugang?
Für jeden Gast einen Einladungslink pro Aufenthalt oder Buchung erstellen. Der Gast lädt sofort im Browser, ohne App-Download. Sperrzeiten und Limits sind möglich.
Wie rechne ich mit Mitarbeitern oder Vereinsmitgliedern ab?
Jede Person erhält ihren eigenen Zugang. Alle Ladevorgänge werden automatisch dokumentiert. Der CSV- und PDF-Export (inklusive Report je Person) gehört zum Tarif Abrechnen.

Diagnose — Wallbox verbindet sich nicht

Die häufigsten Ursachen, wenn der Wizard nach 60 Sekunden keine Verbindung meldet.

OCPP-URL nicht korrekt übernommen

Die OCPP-URL muss exakt so wie im Wizard angezeigt in die Wallbox übernommen werden — inkl. wss:// am Anfang und der CP-ID am Ende. Typische Fehler:

  • ws:// statt wss:// (unverschlüsselt wird von Stromnachbar abgelehnt)
  • Leerzeichen am Anfang oder Ende nach dem Kopieren
  • Doppel-Schrägstrich // nach der Domain

Kopier die URL direkt aus dem Wizard-Feld mit dem „Kopieren"-Button.

go-e: Seriennummer wird an CP-ID angehängt
Der go-e Charger hat im OCPP-Tab eine Checkbox „Seriennummer an Charge Point ID anhängen". Diese MUSS deaktiviert sein. Sonst meldet sich die Wallbox mit einer CP-ID, die Stromnachbar nicht zuordnen kann (z. B. garage-vorderseite-A1B2C3 statt garage-vorderseite).
Authentifizierung deaktiviert
Wenn die Wallbox frei lädt, sobald das Kabel gesteckt ist, kann Stromnachbar Ladevorgänge nicht über Session-Tokens steuern. Aktiviere in der Hersteller-App die „Authentifizierung erforderlich" (bei go-e: Zugangskontrolle). Ohne aktive Authentifizierung läuft Strom ohne Session-Tracking — weder Kosten noch kWh werden erfasst.
Wallbox hängt noch im alten Backend (Doppel-Backend)
OCPP erlaubt nur einen aktiven Backend-Server gleichzeitig. Wenn deine Wallbox parallel noch im Hersteller-Cloud-Backend (z. B. Easee Cloud, Zaptec Portal) angemeldet ist, kann sie nicht zuverlässig zu Stromnachbar wechseln. Prüfe in der Hersteller-App, dass nur Stromnachbar als OCPP-Backend eingetragen ist.
Basic-Auth / Passwort aktiviert
Stromnachbar unterstützt im aktuellen Stand keine Basic-Auth zwischen Wallbox und Server. Lass das Passwort-Feld in den OCPP-Einstellungen deiner Wallbox leer. Falls dein Modell keine leere Auth erlaubt, melde dich bei uns — wir erweitern die Unterstützung.
Wallbox offline oder WLAN-Problem
Prüfe, ob die Wallbox überhaupt im Internet ist. In der Hersteller-App sollte sie online erscheinen. Bei WLAN-Problemen hilft oft ein Reboot der Wallbox und des Routers. Firewalls in Heimnetzen blockieren manchmal ausgehendes WebSocket-Traffic auf Port 443.
Firmware zu alt
Einige Wallboxen benötigen eine aktuelle Firmware, damit OCPP 1.6J stabil läuft. Prüfe in der Hersteller-App auf Updates. Besonders bei KEBA und Wallbox Pulsar ist das häufig der Grund für hängende Verbindungen.
Der Wizard meldet Timeout — was tun?
Die Wallbox ist trotzdem angelegt. Sobald sie sich zum ersten Mal meldet, erscheint sie als „Online" auf deinem Dashboard. Du kannst das Wizard-Fenster schließen und die Verbindung in Ruhe nachziehen — oder die Schritte oben durchgehen.
Frage offen?

Schreib uns direkt.

Wenn du eine konkrete Frage hast — kurze Mail, wir antworten persönlich. Wer dabei antwortet und warum es Stromnachbar überhaupt gibt, steht auf der Über-uns-Seite.

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